Grüner Tee aus China

Bereits seit dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert gab es in China den grünen Tee, jedoch dauerte es bis zum achten Jahrhundert, bevor ein chinesischer Dichter in seinem Buch ausführlich darüber schrieb und den Tee weiter bekannt machte. Im Gegensatz zum schwarzen Tee wird grüner Tee während der Herstellungsprozesse nicht fermentiert.

In China ist es üblich, diesen Oxidationsvorgang durch kurzes Rösten bei 80°C der Teeblätter in heißen Wok-Pfannen zu unterbinden, was sich manchmal in eine herb-rauchige bis blumige Geschmacksnote niederschlägt.

Bei grünem Tee lösen sich die bitteren Gerbstoffe schneller. Um einen bitteren Geschmack zu vermeiden, lässt man frisches abgekochtes Wasser auf 80-90 °C abkühlen und übergießt die Teeblätter.

loser Tee
Japanischer Spitzengrüntee Gyrokuro

Grüner Tee aus Japan

Japan ist bekannt für seine stolze, tausendjährige Teetradition. Neben den exzellenten Qualitäten zeugt davon auch der hohe Bedarf im eigenen Land. Nur ein Bruchteil der Tees wird exportiert. Besonders im Frühling wechseln sich Nebel, Sonne und leichter Niederschlag ab und helfen den Teepflanzen das typische Aroma zu bilden.

Die frisch gepflückten Blätter werden sofort nach der Ernte mit einem heißen Dampf-Verfahren erhitzt, um weitere Fermentation zu verhindern und die Bestandteile in ihrem Rohzustand zu erhalten.

Frisches abgekochtes Wasser auf 60-70°C abkühlen lassen und den grünen Tee aufgießen.

Japanischer Grüner Tee kann mehrmals aufgegossen werden.

Aromatisierter Grüner Tee

Seit dem 18. Jahrhundert werden in China bereits Tees mit Blüten wie z.B. Jasmin-, Rosen-, und Pfirsichblüten, getrockneten Fruchtstücken und Monokräutern aromatisiert. Seit den 70igern Jahren nimmt die Begeisterung für aromatisierte Tees ständig zu. Die harmonische Abstimmung von Tee, Zutaten und Aroma hängt im hohen Maße von den Fähigkeiten und dem Geschmackssinn des Teatasters ab.

Bei Aromen unterscheidet man grundsätzlich, zwischen natürlichen, naturidentischen und künstlichen Aromen

Natürliche Aromen sind konzentrierte Auszüge aus den Schalen, dem Fruchtfleisch oder Blüten der jeweiligen Blüten und Früchte.

Naturidentische Aromen sind in ihrem chemischen oder molekularen Aufbau identisch mit den Aromen der tatsächlichen Frucht. In der Regel sind diese Aromen sauberer und stabiler als natürliche Aromen, da sie nicht agrartechnischen Belastungen ausgesetzt sind.

Künstliche Aromen sind im deutschen Lebensmittelhandel nicht zugelassen und finden keine Verwendung.

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