Wissenswertes über Kaffee

Wissenswertes über Kaffee

Arabica und Robusta Bohnen

Wer Kaffee sagt, meint in der Regel die Frucht des Baumes Coffea arabica.

Von cirka 40 verschiedene Caffea-Arten sind zwei die Hauptpflanzenarten von Bedeutung.

Coffea arabica = Arabica

Die zweifelsohne interessanteste Kaffeeart ist Coffea arabica. Die Arabica-Art hat im Laufe der Verbreitung, Entwicklung und durch ständig wachsende Produktionsmengen hunderte Varianten entwickelt. Sortenreine Spitzenarabica Bohne wie Mocca, Maragogype, Bourbon, Tipica usw. entstanden teilweise durch Zufall auf natürlichem Wege. In Plantagen findet man oft ursprüngliche, traditionelle Sorten und Neuzüchtungen nebeneinander. Ausnahmen sind zum Beispiel der milde Maragogype (Mexico, Guatemala, und Kolumbien) mit extrem grossen Bohnen und sehr mildem Geschmack, sowie der äthiopische, fruchtig-exotische Mocca die von den Spezialitäten-Kaffeeröstern genaustens deklariert werden. Aus diesem Grund konzentrieren sich einige Plantagen, auf die Produktion von Gourmet-Arabicas mit genaueren Identifikationen und Qulaitäten. 

Coffea canephora = Robusta

Man entdeckte die Bohnenart im späten 19. Jahrhundert in Belgisch-Kongo auf dem Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Ihr Marktpotenzial war von Anfang an offensichtlich: Sie wuchs und fruchtetet in niedrigeren Höhen als Coffea arabica, vertrug höhere Temperaturen und war weniger anfällig für Krankheiten. Diese Vorzüge, die sich in einer preiswerten Produktion niederschlugen und sogar im Namen zum Ausdruck gebracht wurden, sind bis heute der Hauptgrund für den Anbau von Robusta. In der italienischen Espresso- Kultur ist diese Bohne nicht mehr wegzudenken. Sie ist verantwortlich für eine beständige Crema und den doppelten Koffeingehalt wie bei Arabica.

Die Ernte und Aufbereitung 

Für die Qualität des Kaffees ist eine sorgfälltige Ernte der Kirschen einer der wichtigsten Schritte.  Es dürfen für Spitzenkaffees nur reife Kaffeekirschen per Hand gepflügt (Picking) werden. Die Reifezeit, gerade bei Hochlandkaffees liegt weit auseinander. Bis zu 3 Monate können von der ersten reifen Frucht bis zur letzten vergehen. Die Erntemethoden für Top-Qualitäten sind entsprechend aufwendig, arbeitsintensiv und teuer. 

Trockene Aufbereitung

Sorgfälltig aufbereitete Arabica Bohnen sind milder, zeichnen sich durch wenigerSäure aus.

Nasse Aufbereitung

Spezialitätenkaffees, Gourmetkaffes werden aufwenig nachsortiert. Geschmacklich unterscheiden sich sorgfälltig gewaschene Kaffees durch ihren höheren Säureanteil, särker ausgeprägte Eigenarten im Aroma und ihre gleichmäßigere Qualität.

Pulped Natrual             

Die Kirschen werden gewaschen und vorsortiert, anschließend entpulpt, anschließend sofort in der Sonne getrocknet. Diese Kaffees haben weniger Säure sind milder.

Deutsche Röstergilde 2021 Espresso classico GOLD

Das Kaffeerösten 

Kaffee wird in Form von grünen Bohnen in die ganze Welt exportiert. Die Spezialitätenröstung erfolgt vor Ort durch  Spezialisten. Jede Rösterei hat ihre eigene Methode und Philosophie. Die Kaffeerösterei Rechenauer veredelt Spitzenkaffees in traditionellen Trommelröstverfahren und hat sich auf Langzeitröstung (bis zu 20 Minuten)mit Niedrigtemperatur (Maximal 180 – 200 C°) in Einzelröstungen entschieden. Durch dieses Aufwendige Verfahren wird aus jeder Bohne das Beste Ergeniss erziehlt. Langsames Rösten nimmt dem Kaffee Säure und Bitterkeit und entfaltet eine angenehme Süß.

Die Verwendung des Kaffees


Das Wort “Kaffee” ist von dem arabischen Wort qahwa (Kraft) abgeleitet, woraus sich das türkische Wort kahve entwickelte, das für unser Wort “Kaffee” Pate stand. Ursprünglich genoss man den Kaffee als Speise, dann als Wein; später diente er als Arznei, und schließlich wurde er zum alltäglichen Getränk. In der ärztlichen Praxis wurde und wird er noch bei Migräne, gewissen Herzleiden, chronischem Asthma und bei Wassersucht verschrieben. Die Kaffeespeise bereitete man zu, indem man die ganzen Beeren zerquetschte, Fett dazugab und dann aus dieser Mischung runde Kuchen formte. Noch heute gibt es einige afrikanische Stämme, die den Kaffee “essen”. Später gewann man aus den Kaffeebeeren, auch Kirschen genannt, eine Art Wein. Andere bereiteten daraus ein Getränk, indem sie die trockenen Schalen mit kochendem Wasser übergossen. Noch später trocknete man die Samen und röstete sie. Dann wurden sie mit den Schalen gemischt, und daraus braute man ein Getränk. Schließlich begann jemand, die Bohnen in einem Mörser – dem Vorläufer der Kaffeemühlen – zu mahlen.